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Reform des Bundesjagdgesetzes - Repräsentative EMNID-Umfrage zu Kernfragen der Jagdrechtsreform von 2003:


Zur Festigung seiner Argumentation und Vorschläge zur Reform des Bundesjagdgesetzes hat das Vogelschutz-Komitee repräsentative Umfrage durchführen lassen.
Die Befragung von 1004 BundesbürgerInnen (Abweichungsbreite der Ergebnisse +- 3%) wurde am 09. und 10. September 2003 durch das renommierte EMNID-Institut durchgeführt.

Danach sind

1. für Verbot der Jagd auf Zugvögel 81%
2. für Verbot der Jagd auf vom Aussterben bedrohte Arten 96%
3. für Verbot der Jagd auf nicht ziehend und nicht bedrohte Vogelarten 61%
4. für Verbot von Totschlagfallen, die nicht sicher töten 77%
5. für Verbot von Lebendfallen, in den Tiere Schaden erleiden können 73%
6. der Auffassung, dass Jagdausübung durch Hobbyjäger eher schlecht ist 78%
7. dafür, dass mindestens alle 3 Jahre eine Schießleistungsprüfung erfolgt 86%
8. dafür, dass jeder Grundeigentümer selbst bestimmt ob auf seinem Grund
und Boden die Jagd ausgeübt wird und er nicht zwangsweise einer Jagd-
genossenschaft angehören muss 65%


EMNID-Umfrage zum Tierschutz 2004: Mehrheit der Deutschen lehnt Jagd ab


ngo-online/09.09.2004 - Die Mehrheit der Deutschen steht der Jagd kritisch gegenüber oder lehnt sie ab. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid im Auftrag der Tierschutzorganisation vier Pfoten. Demnach stehen 76,3 Prozent der Deutschen der Jagd kritisch gegenüber oder lehnen sie ab. 68,1 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass die Bundesregierung die Jagdausübung künftig stärker nach Gesichtspunkten des Natur- und Tierschutzes regulieren sollte.

Laut Emnid lehnt der überwiegende Teil der Befragten insbesondere spezielle Jagdpraktiken ab. 70,7 Prozent wünschen sich ein Verbot von Schrotmunition, die häufig bei der Jagd auf kleine, schwer zu treffende Tiere eingesetzt wird, wie zum Beispiel Hasen. Bei Schüssen in Tiergruppen wie Vogelschwärme würden durch Schrot zahlreiche Tiere verletzt. Ein generelles Verbot der Fallenjagd befürworten 67,4 Prozent. Besonders betrifft dies Tiere, die ihre Nahrung betasten und deshalb mit den Pfoten in die Fallen fassen, wie Waschbären. Hinzu komme, dass mit Fallen zumeist kleine Beutegreifer bejagt würden, für deren Verfolgung es keine ökologisch haltbaren Gründe gebe, so die Kritik der Tierschützer.

80,4 Prozent der Befragten sprechen sich für ein Verbot von Bleimunition aus. Durch die Verwendung von Bleikugeln gelangr ein großer Teil des für Mensch und Tier giftigen Bleis in die Umwelt, insbesondere in unsere Gewässer. Besonders Enten, die das Blei mit der Nahrung aufnehmen, sterben qualvoll an der Vergiftung. Eine vorgeschriebene regelmäßige Überprüfung der Schießleistung von Jägern wünschen sich über 90 Prozent der Befragten. Derzeit sei nur beim Ablegen der Jagdprüfung ein Beweis für die Schießfähigkeit des Jägers verbindlich verordnet. Zudem kontrollierten sich die Jäger in Deutschland weitgehend selbst. Der Jagdschutz, also die Überwachung der Einhaltung der Jagdgesetze, obliegr den sogenannten Jagdausübungsberechtigten und den Jagdbehörden. Da es sich bei diesen ganz überwiegend selbst um Jäger handele, fehlt eine unabhängige Kontrolle, so die Kritk.

Nach dem Willen der Befragten sollte bei der Novellierung des Bundesjagdgesetzes auch der Gedanke der Nachhaltigkeit stärker beachtet werden. Von Jägern würden einige Tierarten wie Fasane regelmäßig ausgesetzt, um sie anschließend zu jagen.

Nach Meinung von rund 70 Prozent sollte das Aussetzen von jagdbaren Tierarten künftig verboten sein.


Drei Viertel stimmten der Frage zu, ob das Bundesjagdgesetz künftig die Bejagung seltener und gefährdeter Tierarten verbieten sollte. Zur Zeit ist es erlaubt, auch gefährdete und seltene Tierarten zu bejagen, soweit diese im Katalog der jagdbaren Arten stehen und eine Jagdzeit haben. So seien in Deutschland 2002/2003 7.500 Rebhühner erlegt worden, obwohl Rebhühner zu den bundesweit "stark gefährdeten" Tierarten zählten und in den vergangenen Jahrzehnten starke Bestandseinbrüche zu verzeichnen hätten.

Das Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft will in diesem Herbst den Entwurf zur Änderung des Bundesjagdgesetzes vorlegen. Die Tierschutzorganisation Vier Pfoten hält eine umfassende Reform des seit 70 Jahren nahezu unveränderten Gesetzes für dringend erforderlich. "Das Bundesjagdgesetz regelt das 'Freizeitvergnügen' einer relativ kleinen Bevölkerungsgruppe und steht inzwischen größtenteils im Widerspruch zum zeitgemäßen ethischen Tierschutz, der seit 2002 in der Verfassung festgeschrieben ist," so Marlene Wartenberg, Geschäftsführerin von Vier Pfoten.

Neues Jagdgesetz in NRW

Liebe Tierfreundin,
Lieber Tierfreund,

aus aktuellem Anlass erhalten Sie unseren Tierschutz-Newsletter schon eine Woche früher als erwartet. Es gibt eine gute Nachricht, die wir Ihnen nicht vorenthalten wollen.
Die jahrelange politische Arbeit, die Demonstrationen und unsere Resolution "Jagdreform Jetzt!"  hatten letztendlich Erfolg. In dieser Woche wurde im Landtag NRW endlich das neue Jagdgesetz - gegen die Stimmen von CDU und FDP und trotz der lautstarken Jägerproteste -  verabschiedet!
Das neue Jagdgesetz bringt viele Verbesserungen für den Tier- und Naturschutz. So ist zukünftig der Abschuss von Hauskatzen verboten, ebenso wie der Einsatz von Totschlagfallen oder die Baujagd. Das sogenannte ökologische Jagdgesetz ist, auch wenn es uns natürlich nicht weit genug geht, ein wichtiger Schritt hin zur Abschaffung der sinnlosen Hobbyjagd.

Es geht los

In Niederbayern wurden seit 2013 insgesamt 49 Anträge auf jagdrechtliche Befriedung privater Grundstücke bei der unteren Jagdbehörde gestellt. Bisher seien rund 52 Hektar befriedet worden -  0,7 Prozent der bejagbaren Flächen. Dies berichtet die Passauer Neue Presse am 21.2.2015. In 31 Verfahren stehe die Entscheidung noch aus. Nach Informationen der Zeitung laufen in Oberbayern acht Verfahren, davon zwei im Landkreis Berchtesgaden, eines in Traunstein.

Gewonnen !!!

Ist denn das zu fassen... die Ellie hat gewonnen, Leinenzwang ist vom Tisch und die "mühsam ausgearbeitete Schriftstücke des Gemeindeschreiberlings" sind vom Verwaltungsgericht  München niedergeschmettert worden... haltlos, gesetzeswiedrig, sinnlos und hirnlos... Herzlich willkommen in das Jahr 2014 liebe Ballermänner.

Elli ist wieder frei !

Unsere Eilantrag auf die Aussetzung der Leinen-pflicht war erfolgreich. Elli hat die erste Runde vor dem Verwaltungsgericht in München gewonnen - Leinenzwang ist ab sofort ausgesetzt und die Gemeinde muss sich wohl was Neues einfallen lassen und die Klage gänzlich neu begründen, oder eben einfach aufgeben, und die gesamten Kosten zahlen.

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Interview:

“Die Jäger sind für die meisten Probleme selbst verantwortlich”

Vor kurzem habe ich über den Sieg der Zwangsbejagungsgegner vor dem Bayerischen Verwaltungsgerichtshof berichtet. Dieser Erfolg ist zu einem großen Teil dem Rechtsanwalt Dominik Storr zu verdanken, der sich seit Jahren für die Rechte der Jagdgegner einsetzt.

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